Das ehemalige „Eisenbahnkraftwerk Leipzig- Connewitz; Instandhaltungswerk der Deutschen Reichsbahn“ wurde 1905 errichtet und diente lange Zeit als Kohlekraftwerk zur Erzeugung von Elektrizität für die Deutsche Reichsbahn. Mitte der 1990er Jahre wurde die Nutzung eingestellt, seitdem verfällt das Objekt.

Der denkmalgeschützte Bau stammt aus dem beginnenden 20. Jahrhundert. Als Ausdruck einer typischen Bahn-Industriekultur fügt sich das eingetragene Kulturdenkmal attraktiv in den von der Industrialisierung geprägten städtebaulichen Stil in diesem Teil Leipzigs ein.

Der Gebäudekomplex hat einen großen architektonischen Wert und somit das Potenzial, den Stadtteil mit einer neuen sichtbaren Landmarke positiv zu prägen. Vielfältig strukturiert laden sie zu einer Kombination verschiedener Nutzungsarten ein. Mit seiner langen Geschichte, der Erinnerung an viele Jahre der Nutzung und seinem rauen Industriecharme ist der Ort wie geschaffen, um von Künstlern aus dem Dornröschenschlaf geweckt und wieder mit Leben gefüllt zu werden.

Das Grundstück befindet sich an der nördlichen Spitze des Bahngleisdreiecks in Leipzig- Marienbrunn. Eine Besonderheit ist die Lage auf einer „Insel“ im Gleisdreieck zwischen Arno-Nitzsche-Straße und den S- Bahn-Gleisen, die vom Hauptbahnhof aus nach Süden Richtung Markkleeberg und nach Osten Richtung Anger-Crottendorf führen. Damit ist ausgeschlossen, dass die geplante künstlerisch-kulturelle Nutzung in absehbarer Zukunft zu Konflikten mit neuer Wohnbebauung führt. Gleichzeitig ist das Gelände von den benachbarten Stadtteilen aus sehr gut erreichbar und lässt sich optimal an den Nahverkehr anbinden.

Die Stiftung hat das Gelände bereits erworben, womit es dem Immobilienmarkt dauerhaft entzogen wurde und dem gemeinnützigen Zweck zur Verfügung steht.