Leipzig besitzt eine vielfältige, kreative und freie Kunst- und Kulturszene. Mit dem „Gleisdreieck“ konnte ein Areal im südlichen Stadtkern gesichert werden, um der Verdrängungsgefahr durch marktwirtschaftliche Mechanismen, die anhaltende Gentrifizierung und Wohnraumverdichtung im Leipziger Stadtgebiet entgegenzuwirken.

Dabei ist gerade das Vorhandensein von geeigneten und bezahlbaren Räumen, in denen Künstler wirken, Kunst und Kultur darstellen und einem Publikum präsentieren können, die elementare Voraussetzung für die Existenz und die Entwicklung einer lebendigen Szene.

Die 2019 gegründete Leipziger Club- und Kulturstiftung hat das Grundstück des ehemaligen Eisenbahnkraftwerkes Leipzig- Connewitz (von der Deutschen Bahn AG) erworben und dadurch satzungsgemäß dem Immobilienmarkt auf Dauer entzogen. Die Gebäude und Außenflächen sollen saniert und langfristig einer kulturellen, künstlerischen und kreativen Nutzung zur Verfügung gestellt werden. Hiermit wird ein Kreativhotspot, mit weit über Leipzig hinaus sichtbarer Leuchtturmfunktion entstehen. Dieser bietet Platz für Musikspielstätten, Ateliers, Proberäume, sowie Büros und Werkstätten.

Kunst- und Kulturschaffende sowie alle Genießer können hier zusammenkommen und ein Zentrum der Kreativität und des Schönen entstehen lassen, einen Inkubator, welcher Kunst, Gesellschaft und Wirtschaft mit- einander verbindet.

Mit dem Projekt „Gleisdreieck“ schafft und erhält die Leipziger Club- und Kulturstiftung wichtige Freiräume für Kunst und Musik, gesellschaftliches Engagement und praktisch angewandte Nachhaltigkeit. Das Projekt gibt Antworten auf drängende Fragen der Stadtentwicklung und orientiert sich dabei insbesondere auch am integrierten Stadtentwicklungskonzept Leipzig 2030 (INSEK 2030).